Unternehmensberatung für Nachhaltigkeit

Eine Marke, von der alle profitieren?

Einen spannenden Marken-Gedanken verfolgt seit einiger Zeit der amerikanische Ex-Werbe-Star Alex Bogusky: Wie schafft man eine Marke, die nicht nur über Ihre Inhalte, eine Erfolgsbeteiligung oder das Engagement ihrer Mitarbeiter der Gesellschaft nützt, sondern über Ihren Markenwert selbst? Eine Marke, deren Bekanntheit und Image jeder für sich nutzen kann, der mit Ihren Markenwerten übereinstimmt. Eine Marke die einer Community dient und nicht wenigen Markeninhabern. Eine Marke, die social business fördert und neue kreative Unternehmensgründungen ermöglicht. Diese Marke heißt COMMON und Bogusky erklärt in einem kurzen Video am besten selbst, was dahinter steckt:

 

Oh, wie schade - Bionade.


Nichts ist geworden aus den Genossenschaftsplänen von Peter Kowalsky. Gerade kommt die Meldung, dass die Kowalsky-Brüder ihre letzten 30% der Bionade-Anteile an die Radeberger Brauerei verkauft haben. Wie schade. Damit ist die schöne Erfolgsgeschichte von der smarten Ökolimo, die eine Familienbrauerei vor dem Ruin gerettet und dann den Siegeszug in den Mainstream angetreten hat, erstmal vorbei.

Spannend ist nicht nur die Frage, wie es jetzt weitergeht bei der grünen Vorzeigemarke. Ebenso interessant ist es zu ergründen, was denn eigentlich falsch gelaufen ist in den letzten Jahren. Wo sind die Ursachen für den Umsatzrückgang? Darf eine Bio-Limo nicht in den Discounter? Haben die drastischen Preiserhöhungen die Fans vergrault? Oder sind es die vielen Nachahmer-Produkte, die der Bionade so zugesetzt haben?

Wo auch immer die Reise hingeht - Bionade bleibt eine prickelnde Fallstudie für den Aufbau und die Herausforderungen einer erfolgreichen grünen Marke.


Für die, die immer noch nicht wissen, wo die Bionade eigentlich herkommt: ein Spot aus der letzten Werbekampagne.


 

Wird hier Elektromobilität "normal"?

Willkommen in Normal/Illinois, einer typisch amerikanischen Kleinstadt. Mitsubishi will mit 1.000 i-MIEV-Elektrofahrzeugen aus diesem "Anytown" das neue "EV-Town" machen. "Welcome to the new Normal" - eine wirklich charmante Idee.

 

Auf dem Weg zu einem "amerikanischen Frühling"?


Wird "Occupy Wall Street" der Auslöser für einen "amerikanischen Frühling"? Täglich wächst der Widerstand gegen das Big Business. Gewerkschaftsführer und Hollywood-Stars wie Tim Robbins und Michael Moore schließen sich an.

Gestern blockierten 12.000 Demonstranten den Verkehr rund um die Wall Street. 700 wurden auf der Brooklyn Bridge festgenommen. Die Polizei setzt Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Die Demonstranten halten ihre Fotohandys hoch und rufen "The whole world is watching".

Viele Amerikaner wundern sich, daß in ihren eigenen Medien nur wenig über die Proteste berichtet wird. Michael Moore dazu "Ein paar Tea-Party-Demonstranten würden für einen großen TV-Bericht reichen, aber tausende in der Wall-Street werden nicht gesehen."

Wie wird Amerika mit denen umgehen, die sich als "Wir sind die 99%" bezeichnen und sich inzwischen im Netz an vielen Orten organisieren?

 

Wann werden die Luxuslabels nachhaltig?

Während Massenmarken wie H&M, C&A, Nike oder Adidas immer wieder wegen ökologischen oder sozialen Problemen im Fokus stehen und teilweise grosse Schritte machen (mussten), kommen die meisten hochwertigen Designerlabels ungeschoren davon. Im Gegenteil: viele Konsumenten gehen davon aus, dass Luxusgüter per se nachhaltiger sind als andere, da sie ja aufwändiger hergestellt werden und länger halten. Doch was ist dran an diesem Mythos?

Bereits 2007 hat der WWF in seiner lesenswerten Studie "Deeper Luxury" festgestellt, dass die meisten Luxusmarken kaum nachhaltig sind. Vier Jahre später hat sich daran wenig geändert. Seit letzter Woche liegt eine neue Studie der Ethical Consumer Organisation vor. In "Style over substance" werden Designerlabels anhand verschiedener Nachhaltigkeitskriterien überprüft. Auf der dazugehörigen interaktiven Website kann man die Ergebnisse auch nach eigenen Priroritäten gewichten.

Das Ergebnis ist niederschmetterend. Keine Marke kann wirklich nachhaltig punkten. Und sogar Aushängeschilder wie Stella McCartney (kein Pelz, kein Leder) oder Vivienne Westwood (Klimawandel-Aktivistin) bleiben hinter den Erwartungen zurück.


 

24.9. Moving Planet Day

Morgen ist "Moving-Planet-Tag". Radeln, Skaten, Laufen für den Wechsel zu erneuerbaren Energien. Die deutschen Veranstaltungen zum Thema findet man hier. Das Wetter wird schön - also raus an die frische Luft!

 

40 Jahre Greenpeace - 40 Jahre Siege?

Greenpeace wird 40 und bekommt zum Geburtstag einen Spot in dem man die Reaktionen der vermeintlich Mächtigen auf Greenpeace-Aktionen sieht. Sehr amüsant!

 

Die Rache des Elektroautos.

Vor fünf Jahren zeigte der ausgezeichnete Dokumentarfilm "Who killed the electric car?" die tragische Geschichte des 1996 entwickelten Elektro-Autos von GM. Jetzt ist es Zeit für "Revenge of the Electric Car" Wiederum ein Dokumentarfilm. Und einer derer, die den ursprünglichen EV1 bei GM abgeschafft haben, ist auch wieder dabei: Bob Lutz von GM ist einer der Hauptdarsteller, ebenso wie Carlos Ghosn, CEO von Nissan, Elon Musk, CEO von Telas Motors und Greg "Gadget" Abbott, der ein Heer von abertausenden Bastlern repräsentiert, die ihre Autos selbst in Elektro-Autos umgebaut haben.

Währenddessen sucht der Spiegel nach dem "Strom-Phantom". Mehr dazu in "meinem kleinen Elektroauto-Tagebuch".

 

Wassergekühlte LEDs statt Glühbirnen?

Die wassergekühlte Switch-LED-Birne

Jetzt sind also auch die letzten 60 Watt Glühbirnen vom Markt. Während einige deutsche Politiker immer noch versuchen, das Glühbirnenverbot der EU auszuhebeln verlagern die Glühbirnenfanatiker ihr Feindbild von der Energiesparlampe (Quecksilbergehalt, Recyclingprobleme, mangelnde Lichtqualität) inzwischen auf die von der Industrie favorisierten LED-Lampen (mangelnde Lichtqualität, Gefahrstoffe, Elektronikschrott). Die LEDs allerdings machen inzwischen riesige technologische Sprünge. Wie so oft in der Greentech-Welt gehen auch hier die wichtigsten Innovationen von kleinen Startups aus. Eines davon hat es diesen Monat sogar auf den Titel des Wired-Magazins geschafft: die Switch-Birne.

Eine schicke Hochleistungs LED-Birne, die sehr hell und sehr angenehm strahlt. So angenehm, dass sie bei Vergleichstests der liebgewonnenen Glühbirne regelmäßig die Show stiehlt. Damit sie das sehr lange tun kann, werden die LEDs von einer speziellen Kühlflüssigkeit gekühlt, die laut Hersteller ökologisch unbedenklich ist. Finanziert wird das Startup von Vantagepoint, einem Investor, der bereits Tesla, Better Place und eine Vielzahl weiterer Cleantech-Pioniere co-finanziert hat. Die lesenswerte Titelgeschichte in Wired schildert die Hintergründe der Entwicklung.

Und nicht nur die Nerds bei Wired zeigen sich fasziniert von der LED. Auch die SuperNerds bei Google springen auf den Zug auf und haben gerade eine LED-Birne von Lighting Science präsentiert, die sich mit Android-Smartphones steuern lässt.

Da bleibt dann für Glühbirnenfreunde wohl doch nur die Nostalgie und das dazu passende Buch.


 

Und noch mehr good:

Unter dem Namen Good-Wear ist ein neuer Online-shop für nachhaltige Kleidung an den Start gegangen. Dahinter stehen die Brüder Matti und Jan Pannenbäcker. Der Grundgedanke der Macher: "Wir wollen bio und faire Kleidung, die gleichzeitig preiswert ist, möglichst vielen Menschen zugänglich machen".

Angeboten werden hauptsächlich T-Shirts, Sweats und Taschen aus 100% Bio-Baumwolle. Darunter viele "Earth-Positive" Produkte. Die Pannenbäcksers sehen ihr Geschäft als Social-Business: "Die Maxime von GOOD wear ist es nachhaltige Kleidung zu verbreiten! Es dient nicht der Profitmaximierung. Gewinne werden im Sinne der Vision reinvestiert und nicht dem Unternehmen entnommen."

Na dann: Viel Erfolg!

 


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